Kuala Lumpur’s sehenswerte Umgebung

Kuala Lumpur hat einiges zu bieten. Wer die Innenstadt und dessen wunderbaren Sehenswürdigkeiten, verschiedensten Vierteln und modernen Hochhäuser abgeklappert hat, ist aber noch längst nicht fertig. Rund um die Stadt gibt es noch einiges zu entdecken!

 

Batu Caves

Im Norden von KL, etwa 20min von der Station „KL Sentral“ mit dem Zug Nummer 1 (blaue Linie) entfernt, befindet sich eine hinduistische Tempelanlage namens „Batu Caves“. Hierbei handelt es sich um verschiedene Höhlensysteme, in denen heilige Stätten gebaut wurden.

In der ersten Höhle haben hinduistische Gläubige die komplette Geschichte des Königs Murugan in lebensgroßen Figuren nachgebaut. Von Geburt bis zu dessem Tod kann man die Geschichte des Königssohnes bestaunen und nachlesen. Besonders schön ist hierbei der Sieg über dem Dämonen Soorapadam dargestellt.

Eingang zur ersten Höhle "Ramayana Cave"

Eingang zur ersten Höhle „Ramayana Cave“

 

Der schlafende Dämon "

Der schlafende Dämon „Soorapadam“

 

Am Weg zur Haupthöhle liegt ein kleiner Zoo, den ich persönlich nicht besucht habe, da ich das Dasein der eingesperrten Tiere nicht unterstützen möchte. Ich habe aber nachgelesen, dass es hier ein großes Vogelgehege, inklusive einiger Pfaue geben soll.

Gleich danach erreicht man die Batu Cave (= Steinhöhle), die den Namen vom vorbeifließenden Fluss „Batu“ erhalten und der auch der angrenzenden Kleinstadt den Namen gibt. Am Eingang ist die 48m hohe Statue des Königs Murugan kaum zu übersehen. Bei unserem Besuch wurde diese gerade renoviert. Links daneben beginnen die über 270 Stufen, die man erklimmen darf. Religiöse Anhänger tragen zusätzlich einen Kübel mit Steinen nach oben, die dort von freiwilligen Helfern zum errichten weiterer Tempel benötigt werden. In der großen Höhle (Kathedralhöle) befindet sich neben einem Shop und der besagten Baustelle auch eine Kletterwand. Am anderen Ende der Höhle führen weiter Stufen zum eigentlichen Tempel. Dort steigen auf allen Seiten überwucherte Klippen steil empor. Darüber kann man den sonnigen Himmel der offenen Höhle bewundern. Affen streiten sich mit den Besuchern über die mitgebrachten Snacks, hi und da hört man eine Frau kreischen, die sich furchtbar wegen der dreisten Affen erschreckt, meistens hört man aber nur die Mönche des Tempels mit den Affen schimpfen. Beim Zurückgehen kann man vor dem verlassen der Anlage noch einmal rechts zu den Dark Caves abzweigen. In ihnen können Mutige noch Spinnen und Fledermäuse während einer Tour begutachten.

Eingangsbereich der Batu Cave mit der Statue des Königs Murugan

Eingangsbereich der Batu Cave mit der Statue des Königs Murugan

 

Blick zur offenen Höhle

Blick zur offenen Höhle

 

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cof

Ein gemütlicher Nachmittag ist für den ganzen Komplex ausreichend.

 

Blue Mosque

Leider ist es sich während unseren Aufenthaltes zeitlich nicht mehr ausgegangen, die Blaue Moschee in Selangor westlich von Kuala Lumpur zu bewundern. Außerdem haben wir erfahren, dass auch diese zur Zeit renoviert wird und der Anblick der zugerüsteten Kuppel nicht so sonderlich ist. Wer Zeit hat, und sich nach dem Stand der Bauarbeiten informiert hat, sollte aber auf jeden Fall einen Ausflug zur größten Moschee Malaysias einplanen. Zu erreichen ist diese ganz einfach mit der roten Linie (Nummer 2 in Richtung Pelabuhan Klang) Station Shah Alam. Auch hier müsste ein halber Tag ausreichend sein.

mehr Infos hier

 

Thean Hou Temple

Nicht wirklich außerhalb der Stadt, aber doch außerhalb der touristischen Zone befindet sich der buddhistische Tempel Thean Hou. Architektonisch wurde er den Temepln der chinesischen Provinz Hainan nachempfunden, da aus dieser Gegend die meisten in Malaysia lebenden Chinesen stammen. Die buddhistische Anlage ist eine der prächtigsten Süd-Ost-Asiens. Neben der wunderschön gearbeiteten Details der Tierfiguren am Dach kann man auch die wunderbare Aussicht der Skyline von Kuala Lumpur betrachten.

Temple Thean Hou

Temple Thean Hou

 

Hof des Tempels

Hof des Tempels

 

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Aussicht über die Skyline

Aussicht über die Skyline

 

Wir sind in etwa eine halbe Stunde von der Station KL Sentral zu Fuß gegangen. Einfacher ist es natürlich, sich von dort aus mit einem Taxi zum Tempel bringen zu lassen.

 

Putrayaja

30km südlich von Kuala Lumpur wurde in den letzten 20 Jahren ein komplett neuer Stadtteil aus dem Boden gestampft. Dieser beinhaltet neben den modernen Bauten wie Moscheen und Brücken auch das komplette Verwaltungssystem von Malaysia.

Das Zentrum von Putrajaya bildet die kerzengerade Straße, die wie eine Achse zwischen dem Putra Platz (mit dessen grandiosen Bauwerken wie der Putra Moschee und dem Verwaltungsgebäudes des Premierminister) und dem Convention Center der Stadt verläuft. Beim Ausblick des Convention Centers fallen einem sofort zwei Hochhäuser ins Auge. Das höhere Gebäude der beiden beinhaltet das Frauenministerium. Hinter dem Premierminister-Sitzes befindet sich ein öffentlicher Park, in dessen Mitte sich auf einem Hügel der Malawati Palast befindet, der Sitz des Königs des Landes. In der Mitte dieser Straßenachse stehen sich der Justizpalast und das Stadtverwaltungsgebäude gegenüber. Dahinter befindet sich die Masjid Moschee, die teuerste Moschee des Landes welche komplett aus Stahl konstruiert wurde. Gleich nach den beiden Achsen-Endpunkten führt die gerade Straße über eine Brücke. Der Kern der Stadt ist daher eine Insel, die rundherum von einem künstlich angelegten See umgeben ist. Entlang führt ein hübsch angelegter Weg, gesäumt mit Blumen und Bäumen.

Ausblick zur Putra-Moschee und dem Premierminister-Amtsitz

Ausblick zur Putra-Moschee und dem Perdana-Putra

 

Putra-Moschee

Putra-Moschee

 

Gebetshalle mit offenen Kuppel

Gebetshalle mit offenen Kuppel

 

Perdana-Putra - Amtsitz des Premierministers

Perdana-Putra – Amtsitz des Premierministers

 

Stadtverwaltungsgebäude mit der Metall-Moschee im Hintergrund

Stadtverwaltungsgebäude mit der Metall-Moschee im Hintergrund

 

Justizpalast

Justizpalast

 

Ausblick zur Skyline vom Convention-Center

Ausblick zur Skyline vom Convention-Center

 

dav

Von Kuala Lumpur benötigt der Zug Nr. 6 (violette Linie in Richtung Flughafen) nur 20min nach Putrajaya. Von dort startet ein Tour-Bus, der 2 Stunden lang durch die Stadt fährt und an jeder Sehenswürdigkeit oder Aussichtspunkt für 10-45min stehen bleibt. Auch hier ist ein Nachmittag zur Besichtigung ausreichend.

 

Abendprogramm in Kuala Lumpur

Nachdem man den Nachmittag auswärts verbracht hat, darf man sich das Nachtleben in der Hauptstadt nicht entgehen lassen. Wir haben die wunderbare Aussicht der Heli-Lounge auf dem Menara KH-Gebäudes genossen. Eintrittspreis dafür ist übrigendes ein Getränk in der Preisklasse Europas, der Ausblick hingegen ist unbezahlbar! Das Besondere dieser Bar ist, dass es sich am Tag wirklich um einen Helikopterlandeplatz handelt. Am Abend wird dann die gemütliche Bar-Lounge eingerichtet. Geländer gibt es keiner. Ein Absperrband 2m vor dem Abgrund bildet die Grenze, ein Auffangnetz nach der Kante reicht hier aus.

freier Ausblick zur Skyline

freier Ausblick zur Skyline

 

Einen tollen Artikel zu dieser besonderen Bar habe ich auf der Seite „Globusliebe“ der Bloggerin Julia gefunden: Die geilste Rooftopbar der Welt!

 

 

Die nähere Umgebung der malaysischen Hauptstadt hat also wirklich noch einiges im Repertuar. Da KL in der Mitte des Landes liegt, man also zwangsweise mehrmals vorbei kommt, wenn man von Norden in den Süden oder umgekehrt reist, haben wir die kleinen Stopover genutzt, um noch mehr von der Umgebung zu sehen. Wir wurden kein einziges mal enttäuscht, jeder Ausflug war wunderschön und einfach zu erreichen. Da man überall mit den öffentlichen Verkehrsmittel anreisen kann, haben sich auch die Kosten in Grenzen gehalten.

Wart ihr schon in der Gegend rund um Kuala Lumpur? Wie hat es euch gefallen?

 

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