Roadtrip Tasmanien – Part 2 – der Süden

Manu und ich waren bereits vom Flughafen über Ansons Bay bis nach Coles Bay gefahren, doch bevor wir den Freycinet Nationalpark verlassen wollen, haben wir uns noch zwei besondere Ausflugspunkte herausgesucht. Zuerst geht es zum Leuchtturm am Cape Tourville und dessen grandiose Aussicht in Richtung Wineglass Bay und zum offenen Meer. Danach spazieren wir noch zur Silent Bay und genießen die dortige Ruhe.

Blick vom Cape Tourville über das tiefblaue Meer zum Mt. Amos und in die Wineglass-Bay

 

 

eindrucksvolle Steinformationen in der Silent Bay

 

Kurz danach machen wir noch einmal beim Aussichtspunkt zum „Cherry Tree Hill Nature Reserve“ halt, um den Blick in das vor uns liegende Tal zu begutachten, bevor es wieder weiter geht.

 

Viertes Ziel: Hobart

Hobart ist die größte Stadt Tasmaniens und dessen Hauptstadt. Im Vergleich mit anderen australischen Hauptstädten, ist Hobart mit seinen rund 218.000 Einwohnern eher ein Winzling. Dennoch hat die Stadt Charme. Die Häuser winden sich um die Hügel bis hin zum Hafen, in dem bei unserer Ankunft ein riesiges Passagierschiff liegt.

Unser gewählter Campingplatz liegt etwas außerhalb der Stadt, in der „Lea Conservation Area“, einer Art Park mit Pfadfinderheim, Feuerwehrübungsplatz und Bogenschützverein.

Pflichtbewusst wie wir sind, gehen wir zeitig schlafen, um am nächsten Tag fit für das eigentliche Ziel in Hobart zu sein und … versagen kläglich. Anscheinend ist unser Körper noch zu müde vom anstrengenden Wandertag auf den Mount Amos. Wir quälen uns also verschlafen rund um die Mittagszeit aus unserem kuscheligen Zelt und gönnen uns erst einmal einen selbstgemachten Kaffee. Stressig muss man sich’s ja trotzdem nicht machen…

Wir entschließen uns dann aber doch noch auf den Mt. Wallington zu fahren. Ein Nationalpark befindet sich rund um den Gipfel, auf dem es neben einer unübersehbaren Fernsehantenne auch einen architektonisch ansprechenden und meiner Meinung nach gut in die Umgebung angepassten Aussichtsraum mit Blick in die Hobart-Bucht gibt.

Die felsige Landschaft fasziniert uns und wir gehen ein Stück spazieren. Die Aussicht ist einfach atemberaubend.

 

All people who walk the Mountain’s many tracks,
who live among the foothills,
grow close and become connected in different ways.
We are all moved, from day to day
By the Mountain’s changing moods.
Aboriginal Poem

 

Am Abend lassen wir den Tag am Lagerfeuer ausklingen und ertappen den nächtlichen Täter bei frischer Tat. Das unbekannte Tier, das sich am Campingplatz in Ansons Bay zu mir gekuschelt hat und nun auch noch dabei war unser Brot zu stehlen, entpuppt sich als harmloses Opossum. Mit seinem buschigen Schwanz und seiner niedlichen Nase können wir ihm aber nicht lange böse sein…

 

Fünftes Ziel: Hartz Nationalpark

Für den nächsten Tag haben wir eine weitere Wanderung im nahegelegenen Hartz Nationalpark geplant. Leider macht uns das Wetter einen dermaßigen Strich durch die Rechnung, dass wir umkehren müssen. Unser Glück ist aber, dass die Wolken nur im höhergelegenen Teil des Nationalparks hängen und so entscheiden wir uns kurzfristig für ein anderes Unterhaltungsprogramm: Treetop-Walk.

Die Anlage ist wirklich schön angelegt und die Informationstafeln vor unbekannten Bäumen stillt den Wissensdurst. Außerdem lässt der Blick über das Huon-Tal keine Wünsche übrig. Da wir auch zwei mutige Mädls sind, trauen wir uns auch anschließend noch über die Hängebrücken des Flusses.

Im Preis des Eintrittsticket für den Brückengarten ist auch das Campen am Parkplatz enthalten, was wir natürlich ausnutzen. Für die einzelne Nacht in der Gegend zahlt es sich unserer Meinung aber nicht aus das Zelt aufzubauen, und so schlafen wir kurzerhand, nach einem wirklich guten Abendessen, im Auto.

griechischer Salat mit getoastetem Brot. Manu vermisst ihr heißgeliebtes Kürbiskernöl…

 

Wir haben besser geschlafen als befürchtet und so geben wir dem Wetter munter und motiviert noch einmal eine Chance. Und wir werden nicht enttäuscht. Der Hartz-Nationalpark ist beinahe wolkenlos und wir können losmarschieren. Am Eingang zum Park gibt es sogar eine Schuhputz-Station, damit keine fremden Samen in das UNESCO-Welterbe getragen werden.

Es ist ziemlich windig, aber uns zwei Naturfanatiker kann so etwas nicht abschrecken. Wir genießen das Schlendern auf dem Holzsteg quer durch die feuchten, alpinen Heideflächen. Leider müssen wir dann doch kurz vor der höchsten Erhebung, dem Hartz-Peak mit 1255m, kapitulieren, da es uns fast hinunterweht und uns die wolkenverhüllte Spitze nichts gutes heißt.

 

Blick von der Fast-Spitze

 

Wir drehen uns nach halben Rückweg noch einmal um und da grinst sie uns verschmitzt an, die klare Bergspitze. Entgegenkommende Wanderer erklären uns, dass es typisch ist, dass der Hartz-Peak relativ schnell sein Gesicht ändern kann. Umdrehen wollen wir aber nun auch nicht mehr und genießen lieber von weitem die unbeschreibliche Landschaft.

 

Ich fühle mich genügend ausgeruht, um noch am selben Tag an die Westküste zu fahren,…

to be continued…

 

Info zur zurückgelegten Strecke:

von Coles Bay (C) ging es weiter nach Hobart (D) und von dort in den Hartz Nationalparl (E) – eine Strecke von ca. 290km

 

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