Sattes Grün in den Cameron Highlands

Nachdem wir Ipoh und dessen grandiose Streetart genossen haben, sehnten wir uns doch wieder etwas mehr nach Natur. Was liegt da näher, als in die Berge zu fahren.

Die Cameron Highlands liegen im malaysischen Sultanat Pahang, etwa 200km nördlich von Kuala Lumpur. Die Hauptstadt der Cameron Highlands ist Tanah Rata, hier befindet sich auch das Backpackerviertel. Berühmt ist diese Gegend neben dem Anbau für Tee auch für Gemüse und Obst. Das Klima ist hier so gleichmäßig und optimal, dass das ganze Jahr geerntet werden kann. Leider führt das auch, nach meinem Empfinden, zur Verunstaltung der Gegend. An den Hängen der wunderschönen Berglandschaft reihen sich Kunststoffplanen an Glasdächern, unter denen die Früchte gedeihen.

eher nicht so romantisch...

eher nicht so romantisch…

 

Zum Glück sind einige Flecken davon verschont geblieben. Dahin werden dann natürlich die Touristen massenweise gekarrt. Die schöne Landschaft kann man trotzdem genießen.

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Wusstet ihr, dass grüner, schwarzer und auch weißer Tee aus ein und derselben Pflanze gewonnen werden? Der Unterschied besteht in der Verarbeitung und auch teilweise am „Blattalter“. Grüner Tee beinhaltet die oberen 3 Blätter der frischen Knospen. Diese werden maschinell und nur relativ kurz getrocknet. Auch Schwarzer Tee (English Breakfast Tea) beinhaltet die selben Blätter, wird aber relativ länger getrocknet. Durch die lange Oxidation bekommt dieser schließlich die schwarze Farbe. Weißer Tee, hier „Silver Tips“ genannt, ist der teuerste Tee. Für diese Sorte wird lediglich das oberste, jüngste Blatt des Teebusches verwendet. Da die frischen Blätter noch nicht aufgeblüht sind und daher eingerollt sind, sieht man nur die Unterseite des Blattes und dessen Härchen. Dadurch erscheint das Blatt heller und weißer, daher der Name. Diese Blättchen werden außerdem in der Sonne getrocknet, was mehr Arbeit bedeutet. Der Preis ist also berechtigt.

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In Sri Lanka wird die Arbeit des Pflückens noch komplett per Hand erledigt. Hier hingegen verwendet man in den eher flacheren Gegenden schon Maschinen, die die Teepflanze stutzt. Am Straßenrand werden dann die frischen Blätter von den alten getrennt. Es wird nur noch in den steilen Hängen per Hand gepflückt.

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Wer es lieber etwas gruseliger und mystischer mag, wird im „Mossy Forest“ fündig. Hierbei handelt es sich um einen immer feuchten Wald, dessen Bäume mit Moos verwachsen sind. An manchen Stellen ist der Wald so undurchdringbar, dass es hunderte Jahre alte unberührte Stellen gibt. Die Flora und Fauna ist dadurch einzigartig. Wunderschöne Farne, Orchideen und fleischfressende Pflanzen wachsen zwischen den moosigen Bäumen.

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Mir hat dieser feenhafte, mystische Wald sehr gefallen. Er strahlt etwas sehr altes, beruhigendes aus, findet ihr nicht auch?

Wer sich gerade in der Gegend befindet darf diese wunderschöne Natur auf keinen Fall verpassen. Von Penang/Georgetown fährt man ca. 5 Stunden, von Ipoh kommend ca. 2 Stunden. Von Kuala Lumpur benötigt man ca. 3 ½ Stunden. Die Entfernung ist hierbei nicht das Problem, eher die 1 ½ Stunden, die man über Berg und Tal fährt. Man sollte also Kurvenrobust sein. Lohnen tut es sich!

 

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