Nur mit Handgepäck auf Weltreise – meine Packliste

Ich werde oftmals angesprochen, ob das wirklich mein ganzes Gepäck sei, das ich da gerade bei mir hab. Natürlich, wo soll es auch sonst sein!?… Viele Reisende meinen auch „WOW! You did a good job!“. Ich für meinen Teil denke, dass ich einfach nur clever gepackt habe.

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Wenn man vor hat für ein ganzes Jahr zu reisen, sammeln sich natürlich viele Gegenstände auf der Packliste. Viele davon braucht man aber nur vielleicht ein- bis zweimal, denn in einem Jahr kann es zu vielen Situationen kommen, in der man auch einmal etwas ausgefalleneres benötigt. Solche Gegenstände habe ich komplett zu Hause gelassen. Kein Taschenmesser, kein Schlafsack und auch kein Moskitonetz. Kein Pullover und auch keine Wanderschuhe. Schon gar keine Reiseführer oder Wörterbücher. Sollte ich jemals etwas davon benötigen, kaufe ich es mir vor Ort. Bis dahin erspare ich mir die Schlepperei. Ich fühle mich nicht so gerne wie ein Packesel, deshalb reise ich auch nur mit Handgepäck. 8-9kg sind wirklich ok, damit kann ich auch schon mal 1h auf Hostelsuche gehen ohne unter den Lasten einzuknicken wenn ich endlich eines gefunden habe.

Aber was hab ich denn nun mit?

 

Dokumente / Zahlungsmittel :

• Reisepass (Mindestablaufdatum ein halbes Jahr nach meinem voraussichtlichen Reiseende)
• Führerschein
• Int. Führerschein für Australien, Neuseeland, Indonesien, Teile Südamerika (ÖAMTC 22€)
• Int. Youthcard (STA-Travel 13€)
• Int. Impfpass (für den Nachweis von Gelbfieber f. Südamerika)
• 2 verschiedene Kreditkarten (MasterCard N26 und Diners Club)
• Bankomatkarte für Notfälle
• (Boardingkarte)

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Um meine Dokumente und Karten vor Feuchtigkeit zu schützen, habe ich diese in einem kleinen Zip-Beutel verstaut.

 

Klamotten und Schuhe:

• 5 ärmellose Shirts
• 1 schulterabdeckendes Shirt
• 1 kurze Hose
• 2 lange gemütliche Hosen (in Thailand gekauft)
• 1 lange Jeggings
• 1 Leggings
• 1 knielanges, schulterabdeckendes Kleid
• 1 dünne, schickere Weste
• 1 dickere, wärmere Weste mit Kapuze
• 12 Unterhosen
• 4 Paar Socken, davon ein Paar etwas dicker
• 2 BHs
• 1 Sport-BH
• 1 Bikini
• 1 breiterer Schal, den ich auch um die Hüfte tragen kann
• Einwegregenponcho
• 1 Paar Sandalen
• 1 Paar Sneakers

Mein Gewand habe ich gerollt und in Packwürfel gepackt. Diese befinden sich in dem Hauptfach des Rucksackes.

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Kultursachen

Flüssigkeiten in einem durchsichtigen Zip-Beutel:

• Shampoo und Duschgel (je max. 100ml)
• Deo-Roller (max. 100ml)
• Kokos-Öl (max. 100ml)
• Kontaktlinsenflüssigkeit (max. 100ml)
• Meine liebsten ätherischen Öle von Young Living (Lavendel, Joy, Peace & Calming, Rose)

Restliches im Kulturbeutel:

• Zahnbürste und Zahnpasta-Tabletten (die sind wirklich super!)
• Mascara, Eyeliner und Feuchtigkeitstücher zum Abschminken
• Ausklappbare Haarbürste mit kleinem Spiegel
• Tages-Kontaktlinsen und Behälter
• 2 Pkg. OBs und ein paar Damenbinden
• Wattestäbchen, Einwegrasierer
• Haargummis, Spangen und Haarklammern
• Nagelklipper, Pinzette und Reise-Nähzeug

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Erste-Hilfe- und Medikamenten-Tasche (Erste-Hilfe Tasche fürs Moped) :

• jede Menge Pflaster
• 2 Mullbinden
• 1 Dreieckstuch
• 1 Rettungsdecke
• 1 Fieberthermometer
1 kleine Schere (wurde mir bereits am Flughafen abgenommen)
• 1 Bepanthen-Wundcreme
• Empfohlene Tabletten vom Haus- bzw. Tropenarzt (in meinem Fall verschiedenste Schmerztabletten, darunter fiebersenkende, Kohletabletten, Malaria-Stand-By, Elektrolyt-Pulver, …)

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Technik:

• Reiseadapter
• Ladestecker mit 3 USB-Docks
• Smartphone + Ohrhöhrer + Ladekabel
• Tablet + Hülle mit Bluetooth-Tastatur + Ladekabel
• Powerbank (selbes Ladekabel wie Tablet)
• GoPro-Cam + wasserdichter Hülle + Verlängerungs-Stab + Lenker-Halterung + 3 Akkus + Ladestation (selbes Ladekabel wie Tablet)
• 6 Micro-SD-Karten und 3 SD-Adapter

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Meine Kabel, die Powerbank, die Ladestation der GoPro-Akkus, die Akkus und die SD-Karten habe ich in einer Tasche mit fester Hülle verstaut. Wichtig war mir hier ein sicherer Ort für die SD-Karten, damit diese nicht verloren gehen. Da die Kabel in dieser Tasche verstaut sind, gibt es auch keinen Kabelsalat im Rucksack.

Der beste Begleiter des modernen Backpackers ist eindeutig das Smartphone! Es ist Buch, Music-Player, Navigator, Reiseführer, Taschenlampe, Kommunizierungs-Mittel und natürlich Kamera in einem! Apple/Samsung/Huawei/… sei Dank!

 

Sonstiges / Persönliches :

• Microfaser-Handtuch
• Reisetagebuch und ein kleines Notizbuch
• Verschiedene Stifte (Kugelschreiber, Bleistift, Fineliner) in einer Blech-Jollybox
• Hartplastikflasche für Trinkwasser (3/4L)
• Brille und Sonnenbrille in meiner Stärke, 3 Brillenputztücher, Brillenetui
• 2 Schlösser mit Zahlenkombi für den Rucksack oder verschließbares Fach im Hostel
• Drybag (6L)
• faltbare, kleine Tasche für Schmutzwäsche
• Turnbeutel als Daybag
• Bauchtasche
• Kleiner Geldbeutel

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Wie man vielleicht bemerkt, habe ich viele Taschen/Beutel/Packwürfel in deinen ich meine Sachen sortiert aufbewahren kann. Das System kann man mit Laden in einem Schrank vergleichen, ich kann also jede Lade separat öffnen, ohne die anderen durchwühlen zu müssen. Somit herrscht meistens Ordnung und ich bin schneller beim ein- und auspacken.

All meine Taschen und Würfelchen habe ich in meinem 40 Liter-Rucksack verstaut. Dieser hat die Maße von ca. 30cm / 48cm / 23cm und ist somit kleiner als die gängigen Handgepäcksgrößen diverses Fluggesellschaften. Es war bisher generell noch nie ein Problem, dass ich meinen Rucksack hatte und daneben noch meinen Turnbeutel mit meinen technischen Geräten und Dokumenten darin. Eine zusätzliche Handtasche wird meistens geduldet.

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Da ich nun kein Gepäck mehr aufgeben muss und am Tag vorher online einchecke, erspar ich mir sehr viel Zeit. Ich kann also direkt zur Body-Control am Flughafen gehen und nach dem Flug direkt an den nervös wartenden Menschen am Gepäcksband vorbei zum Ausgang marschieren. Dass ich mir keine Sorgen machen muss, mein Gepäck könnte in einem anderen Land gelandet sein, ist es auch wert, dass ich bei der Kontrolle länger brauche und manchmal auch Zeug auspacken muss.

Wenn man meine Liste so sieht, schaut es eigentlich nach sehr viel Zeug aus, aber das meiste davon sind nur Kleinigkeiten. Ich habe mich aber dennoch bemüht, nur das nötigste mitzunehmen. Bei meiner Packliste habe ich mich bei minimalistisch reisenden Leuten orientiert. Natürlich kann man keine solcher Listen 1:1 übernehmen, jeder legt seinen Schwerpunkt anderswo. Einer würde sofort auf technischen Kram verzichten, der andere schleppt seine Spiegelreflexkamera, 3 verschiedenen Objektive und seinen Laptop mit. Ich reise zwar erst 3 Wochen, mir ist aber noch nichts abgegangen und ich hatte auch noch nicht das Gefühl, dass ich etwas unnötig mit mir herumtrage.

Um ehrlich zu sein, habe ich bereits ein halbes Jahr vor meinem Start angefangen mir Gedanken über meine Packliste zu machen. Ich habe viel recherchiert, verschiedenes auch ausprobiert. Ich habe einiges gekauft, das schlussendlich doch zu Hause geblieben ist (z.B. wasserfeste Rucksackhülle, faltbarer Tagesrucksack, Spanischwörterbuch…), für einiges habe ich mich erst kurzfristig entschieden mitzunehmen, dass ich aber nicht bereue (z.B. Tascherl mit fester Hülle für technisches Zeug, Stecker mit 3 USB-Docks anstatt 3 einzelne, die ja von Haus aus beim Gerät dabei sind,…).

Natürlich hat es mir auch sehr geholfen, dass ich seit ich 18 bin mit dem Rucksack unterwegs bin. Bei meiner ersten Interrail-Tour durch Europa war ich mit einem 90 Liter-Rucksack unterwegs. Es dauert also schon ein bisschen, bis man seinen eigenen Reisestil kennt und weiß, was man benötigt und was nicht.

Vergleich: 90L-Rucksack 2010 & 40L-Rucksack 2016

Vergleich: 90L-Rucksack 2010 & 40L-Rucksack 2016

 

Wie reist ihr am Liebsten? Mit Koffer oder Rucksack? Groß oder Klein? Worauf schwört ihr im Gepäck, was würde euch bei meiner Packliste fehlen? Lasst es mich wissen!

 

4 Comments

  1. Christine

    Liebe Magdalena, ich find es sehr super, dass du deine Gepäckliste mit uns teilst und es schaffst, mit so kleinem Gepäck durch die Welt zu gondeln…
    Ich war bis vor meiner letzten längeren Reise mit einem 50-Liter-Rucksack unterwegs, in dem ich alle meine Sachen gut untergebracht habe, aber irgendwann hatte ich genug davon, immer wieder den Rucksack zu schultern und bin auf einen Rucksacktrolley umgestiegen – what a relief 😉 Bei meiner letzten 5-monatigen Reise (in Nord- und Mittelamerika) habe ich die Rucksackfunktion nur ein einziges Mal wirklich gebraucht.

    In meinem Rucksack dürfen nie meine Flip-Flops, Ohrstöpsel und mein Hüttenschlafsack, der mich u.a. bei langen Bus- oder Zugreisen vor dem Erfrieren bewahrt, fehlen.

    Wie gehst dir, liebe Magdalena, wo bist du denn im Moment?

    • Magdalena

      Hallo liebe Christine!

      Rucksacktrolly hört sich sehr gut an! Das mit dem Aufschultern kann nach einiger Zeit ziemlich anstrengend werden…
      Flip-Flops sind natürlich genial, Ohstöpsel hätt ich manchmal auch schon brauchen können (16er-Dorm inkl. einigen Schnarchern sind nicht der beste Garant für guten Schlaf….).
      Das mit dem Frieren im Bus kenn ich auch nur zu gut. Ich helf mir da mit Weste und Schal 😉

      Bin gerade wieder in Kuala Lumpur angekommen, morgen geht’s in den Süden weiter! Ansonsten geht es mir sehr gut, ein gemütliches Backpackerleben halt 🙂 der Nachteil ist nur, dass ich immer zu kurz an einem Ort bin um mir einen Yogakurs zu machen… der ist aber für Bali im Dezember geplant 🙂 ich hoffe, dir gehts auch gut!

      Liebe Grüße, Magdalena

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