Queenstown

Wir haben die wunderschönen Berge rund um Milford Sound und die Regentage in Lumsden zurückgelassen. Als wir in Queenstown ankommen hängen noch einige Wolken zwischen den Bergen, die den See grau erscheinen lassen und zugleich eine mystische Stimmung bringen.

Am nächsten Tag scheint die Sonne endlich wieder. Die Stadt erleuchtet in einem hellen Licht. Manu und ich spazieren durch die Straßen und genießen die Wärme. Wir erreichen den See und bestaunen den unwirklich erscheinenden Ausblick. Der See und der Himmel strahlen in allen möglichen Blautönen um die Wette. An der Uferpromenade spielt ein Reisender auf seinem Didgeridoo und seiner Geige gleichzeitig. Die scheinbar unmöglich kombinierbaren Klänge könnten nicht mehr zu diesem schönen Ort passen und erinnern an Fantasie-Welten.

Ihr findet ihn auf Facebook unter „Vojta violinist“ 🙂

 

Wir gehen weiter am Seeufer entlang. Es ist ein wunderbarer Tag.

Zurück in der Stadt entscheiden wir uns spontan das Angebot eines „Herr der Ringe“-Shops anzunehmen, sich als Charakter zu verkleiden und fotografieren zu lassen. Zugegeben, Manu und ich sind beide keine großen Freaks, was die Triologie betrifft, aber wer wird denn schon kleinlich sein…

Queenstown ist bekannt für seine Adrenalinkick-Aktivitäten. Überall in der Stadt gibt es Angebote für Backpacker – Paragliding 269$, Downhill-Mountainbiking 80$, Skydiving incl. Movie 550$. Man wird beinahe von all den Angeboten überlaufen. Wir können aber standhalten. Sollte also jemand von euch dafür zu haben sein, kann ich euch die Stadt wärmstens empfehlen!

Wir zwei Mädls entscheiden sich wieder einmal mehr für die günstigste Alternative: Wandern!

Wo andere den Hügel mit der Gondel hinauf und mit dem Mountainbike wieder hinabfahren, spazieren wir herum. Neben uns sausen die Fahrer hinunter und wir können vor lauter Bewunderung nicht aufhören ihnen zuzusehen. Wir beschließen, dass es uns bestimmt „auf de Goschn schmeissn“ würde und dass wir uns deshalb zurecht für die gesündere, unverletzbarere Alternative entschieden haben.

Ein Stück weiter lassen sich ein paar Leute an einer „Zippline“ den Hang hinunter. Ziemlich cool!

Wir spazieren weiter durch den Wald, bis wir an einer Lichtung endlich einen Blick über den See haben. Der „Wakatipu Lake“ hat eine markante „S“-Form und ist von Bergen umgeben, die auf jeder Seite des Sees unterschiedlich aussehen. Der Südhang hinter der Stadt ist komplett bewaldet, gegenüber sieht der Hügel hingegen ausgedürrt von der Sonne aus (die Mittagssonne scheint hier von Norden – ich habe mich immer noch nicht daran gewöhnt, dass sich die Sonne hier gegen den Uhrzeigersinn dreht…). Links von uns schaut ein steiniges Gebirge herüber. Neuseeland fasziniert einfach immer wieder mit seinen nebeneinander liegenden Unterschieden.

Da wir uns gegen teure Sportarteinlagen entscheiden, fahren wir am nächsten Tag weiter in Richtung Norden. Etwas außerhalb der Stadt liegt noch der kleine „Hayes Lake“, der uns mit seiner spiegelglatten Oberfläche zum Anhalten verführt.

Um weiter nach Wanaka zu kommen, muss man über einen Pass fahren. Jule quält sich etwas, aber wir schaffen es zu den Aussichtspunkten, die oben am Berg liegen. Der wolkenlose Himmel wirkt als Kontrast zu der trocken scheinenden Hügel- und Berglandschaft.

Wir haben heute noch viel vor und bemühen uns, nicht allzu lang hängen zu bleiben.

Weiter geht’s – Wanaka, wir kommen!

 

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